CSU Landtagsfraktion Ludwig Freiherr von Lerchenfeld | Oberfranken
 
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06.01.2017, 12:33 Uhr
IS-Terror: Wie kann man das Land noch besser schützen?
Dr. Florian Herrmann, Vorsitzender des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport des Bayerischen Landtags:

Der schreckliche und feige Terroranschlag von Berlin mit seinen zahlreichen Opfern war und ist nicht nur ein Schock für deren Angehörige und die Überlebenden, sondern auch für das Sicherheitsgefühl unseres Landes. Natürlich hat man immer im Hinterkopf, dass es keine 100-prozentige Sicherheit geben kann. Aber wenn Terroristen ausgerechnet ein so friedliches und christliches Symbol wie einen Weihnachtsmarkt für ihren Massenmord wählen, fragt man sich: Wo ist man überhaupt noch sicher?

Als Politiker ist es unsere Pflicht, nicht einfach zu einem „weiter wie bisher“ überzugehen. Wir müssen überlegen, wie man solche Anschläge künftig verhindern kann. Und wenn nicht verhindern, so zumindest das Risiko zu minimieren. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass wir nie wieder zulassen dürfen, so viele Menschen unkontrolliert und unidentifiziert in unser Land zu lassen, wie 2015. Die CSU-Landtagsfraktion hat früh vor im Flüchtlingsstrom versteckten Terroristen gewarnt und wurde dafür beschimpft und abgekanzelt. Vielleicht müssten wir jetzt nicht über Betonhindernisse vor öffentlichen Plätzen diskutieren, wenn man damals auf die CSU gehört hätte.

Leider gibt es immer noch zu viele Kräfte, die Sicherheit nur als Einschränkung der Freiheit betrachten. Dabei gehört es zum Schutz unseres Landes, straffällig gewordene Asylbewerber in ihre Heimatländer zurückzuführen, falsche Identitätsangaben zu erkennen, und kriminellen Flüchtlinge die Einreise zu verweigern. Laxe Asylpolitik wie im rot-rot-grünen Berlin, im rot-grünen Bremen oder im ebenfalls rot-grünen Nordrhein-Westfalen konterkariert die Anstrengungen des Freistaates Bayern und gefährdet die Sicherheit des ganzen Landes. Doch auch europaweit müssen alle ihre Hausaufgaben machen. Es ist untragbar, dass Länder wie Italien oder Griechenland nicht für einen reibungslosen Austausch sicherheitsrelevanter Daten sorgen können.

Die bayerische Staatsregierung hat eine Expertengruppe eingesetzt, um die Sicherheitslage zu hinterfragen und weiter zu verbessern. Ich freue mich sehr, als Vertreter der CSU-Landtagsfraktion aktiv in dieser Gruppe mitwirken zu können.

   
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