CSU Landtagsfraktion Ludwig Freiherr von Lerchenfeld | Oberfranken
 
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16.02.2016, 08:59 Uhr
Nach der Weltklimakonferenz in Paris: Wie geht es weiter?
Gespräch mit dem renommierten Wissenschaftler und Club of Rome-Mitglied Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher
Die Pariser Verständigung der internationalen Staatengemeinschaft auf das Ziel, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad – wenn möglich sogar auf 1,5 Grad – zu begrenzen, ist ein wichtiger erster Schritt. Aber was folgt nun daraus? Wie wird bzw. muss es weitergehen, damit dieses ehrgeizige Ziel überhaupt erreicht werden kann? Darüber diskutierten die Abgeordneten auf Initiative der Vorsitzenden der AG Junge Gruppe und des AK Umwelt und Verbraucherschutz gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher.
- Der fortschreitende Klimawandel ist längst kein fernes Zukunftsszenario mehr, sondern schon heute Realität. Und vor allem in Kombination mit der Explosion der Weltbevölkerung und mit seinen direkten Auswirkungen auf die mögliche Entstehung künftiger Flüchtlingsströme ist er ganz klar zu einer der größten globalen Herausforderungen geworden. Die Einigung von Paris könne angesichts dessen als großer Erfolg gewertet werden, betonte Franz Josef Radermacher. Hierbei handle es sich zwar nur um einen ersten Schritt, aber dieser sei für die weiteren Entwicklungen von entscheidender Bedeutung. Allerdings müsse jetzt sehr schnell sehr viel vorangehen: „Durch massives internationales Aufforsten und verbesserte Bedingungen für das Erreichen von Klimaneutralität wäre schon einmal viel gewonnen – vor allem Zeit“, so Radermacher. Denn darum müsse es jetzt erst einmal gehen: Zeit gewinnen für ein neues Energiesystem, für neue Technologien und vor allem für die Schaffung großer Netze. Radermacher: „Das Energiesystem, das wir brauchen, wird aus vielen unterschiedlichen Komponenten bestehen. Einige davon haben wir bereits zu unserer Verfügung, andere kennen wir vielleicht noch gar nicht“. Dabei müsse stets auch das internationale Engagement im Fokus stehen. „Es gibt keine absurdere Vorstellung, als das Klimaproblem alleine in Deutschland lösen zu wollen“, betont Radermacher. Deutschland nähme international allerdings bereits heute eine wichtige Vorreiterrolle ein. Wichtig sei nun insbesondere, dass alle am Ball bleiben und die Chancen zur Abmilderung des Klimawandels nicht verspielt werden.
   
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